Lentschkreuz

Spätgotische Lichtsäule weist den Weg

Die Bezeichnung als Lentschkreuz bezieht sich auf den Namen der ehemaligen Besitzerfamilie des benachbarten Hauses. In der so genannten Walter-Karte von 1754/56 ist es als Weiss Kreuz eingetragen. Auf einem quadratischen Schaft sitzt ein nach zwei Seiten geöffneter Tabernakel mit Kleeblattbögen. Den oberen Abschluss bildet eine steinerne Kegelstumpfpyramide mit Kreuzaufsatz.

In das Tabernakelgehäuse stellte man früher eine Lichtquelle, um den Wanderern und Fuhrleuten in der Dunkelheit eine Orientierungshilfe zu geben. Lichtsäulen wie diese wurden daher gerne am Rand einer Ortschaft aufgestellt. In Jois markierte das Weiss Kreuz einst den östlichen Zugang zum Dorf. Die im Inneren befindliche Maria Immaculata-Statue aus dem 18. Jahrhundert ersetzt heute dieses ursprüngliche Licht.

Feuerwehrhaus

Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr

Warum war ein Neubau erforderlich?
Im alten Feuerwehrhaus am Dorfplatz – siehe Station Nr. 15 – waren die Platzverhältnisse für die Mannschaft und auch die Gerätschaft sowie den Fuhrpark sehr beengt. Um einen zeitgemäßen Feuerwehrbetrieb zu ermöglichen wurde ein Neubau auf der Ried Spiegelhöhe vom Gemeinderat beschlossen. Der Neubau befindet sich an der Stelle des ehemaligen „Zigeunerlagers“ – siehe Station Nr. 40

Bauzeit April 2014 bis April 2015
Der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus und die Wohnanlage der OSG (Oberwarter Siedlungsgenossenschaft) fand am 19. April 2014 statt. Das neue Feuerwehrhaus konnte bereits am 20. April 2015 von der Freiwilligen Feuerwehr Jois in Betrieb genommen werden.

Eröffnung und Segnung des Gebäudes
Beim Typus einer so genannten „Maria Immaculata“ steht

Anlässlich der offiziellen Eröffnung wurde vom 22. bis 24. Mai 2015 ein dreitägiges Fest veranstaltet. Unter den zahlreichen Ehrengästen fanden sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Abordnungen der Nachbarwehren ein. Auch die Ortsbevölkerung nahm an den Feierlichkeiten zahlreich teil.

Am Sonntag, den 24. Mai 2015 fand im Rahmen eines Festaktes mit Feldmesse die Segnung des Gebäudes durch Ortspfarrer Dipl.Päd. Karl Opelka statt. Anschließend erfolgte die Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Leo Steinwandtner an den Feuerwehrkommandant OBI Günter Weber.

Mehr Infos und Fotos siehe
https://www.ff-jois.at/news/segnung-und-fest/

Historischer „Spritzenwagen“ und Ausrüstungsvitrine im Eingangsbereich
Im Eingangsbereich befindet sich der historische “Spritzenwagen” mit Handdruckpumpe: das erste Fahrzeug der FF Jois, welches unmittelbar nach ihrer Gründung im Jahre 1905 von der Gemeinde angeschafft wurde. Der „Spritzenwagen“ wurde von der Firma Sternberg & Kalman in Budapest hergestellt. Aufgrund des Herstellungsortes war es naheliegend, dass dieses Gerät vor der Auslieferung von der Budapester Feuerwehr ausprobiert wurde. Danach wurde der „Spritzenwagen“ von der Neusiedler Feuerwehr getestet. Der Kaufpreis betrug 1.818 Kronen und 19 Heller. 

Die Muttergottes von Jois steht ebenso auf dem Erdball, ihr Fuß auf dem Kopf der Schlange, anstelle des Sternenkranzes ist sie jedoch mit einer Krone gekrönt. Vor ihrer Brust hält sie das Jesuskind in ihren Armen, das seine Hände weit ausgestreckt hat. Die heutige Marienstatue von Jois verbindet in ihrer Haltung den Bildtypus einer „Trösterin der Betrübten“ oder so genannten „Consolatrix afflictorum“, d.h. einer gekrönten Muttergottes mit Kind mit einer auf der Erdkugel stehenden Maria Immaculata.

Für eine Ausfahrt mussten ehemals ein bis zwei Pferde eingespannt werden. Dafür wurde ein Bereitschaftsdienst eingerichtet – Bauern mussten abwechselnd ihre Pferde zu Hause bereitstellen und durften in dieser Zeit nicht aufs Feld ausfahren.

Funktionsweise:
In der Wagenmitte ist eine flüssigkeitsdichte Wanne mit einem Fassungsvermögen von 200 Liter und einer integrierten Doppelkolbenpumpe. Hier muss vorweg Wasser eingefüllt werden. Durch die Betätigung des Wiegehebels an beiden Enden von je zwei Mann kann die Doppelkolbenpumpe betrieben werden. Von vier kräftigen Männern kann eine Spritzenwurfweite des Wasserstrahls von ca. 35 m erreicht werden.

Nr. 39
Errichtet
19. April 2014 bis April 2015
Eigentümer
Marktgemeinde Jois

Maszlkreuz

Einladung zum kurzen Verweilen

Das Aufstellen und Errichten von so genannten Flur- oder Wegkreuzen hat in Österreich eine weit zurückreichende Tradition. Wie der Name sagt, stehen Wegkreuze am Weges- oder Straßenrand oder auch an Wegkreuzungen. Entweder in Stein, Metall oder Holz ausgeführt, wurden sie in der Regel zur Erinnerung an bestimmte Ereignisse oder zum Dank aufgestellt. Früher dienten Wegkreuze Fuhrleuten, Pilgern oder vorbeikommenden Wanderern als Orientierungspunkte. 

Das nach ihren Stiftern, der Familie Maszl, benannte Maszlkreuz auf der Joiser Neuberghöhe, das im Heiligen Jahr 2000 errichtet wurde, soll zum kurzen Verweilen und Innehalten einladen. Es ist in der Form eines hölzernen Kastenkreuzes mit Überdachung ausgeführt.