Hauptplatz

Mittelpunkt des Dorflebens

Bedeutung des Hauptplatzes
Der Hauptplatz war seit jeher der Versammlungsort für die Dorfbevölkerung, um gemeinsam die Feste und Anlässe des Dorflebens im Jahreskreis zu begehen. Die baulichen Umgestaltungen können an den übrigen Stationen dieses Standortes nachgelesen werden. Ausgehend vom jährlichen Kirtagsmarkt über religiöse Prozessionen und Vereinsfeste bis hin zu besonderen Jubiläen fand alles am zentral gelegenen Platz der Dorfsiedlung statt. 

Noch heute werden Freiluftveranstaltungen des Joiser Vereinslebens gerne am Hauptplatz abgehalten.

Bebauung
Im Ausschnitt des Aufnahmeblattes 4857-2b der Landesaufnahme von 1873 ist im südlichen Bereich des Hauptplatzes eine Verbauung dargestellt. Die nördlich des Hauptplatzes gelegene Quelle gewährleistete die Wasserversorgung der Siedlung.

Die klassische Angerbildung des historischen Siedlungszentrums ist erkennbar.

Erfrischendes Quellwasser für ein ganzes Dorf
Die Quelle des Hauptplatzes wurde um 1930 gefasst. Wie am Foto sichtbar ist, wurde ein Reservoir südlich der Mariensäule errichtet. Am Foto ist die Baugrube erkennbar.

Südlich von dem Reservoir war ein Trog als Tränke und eine Wasserentnahmestelle vorhanden. Das überschüssige Wasser floss in einem offenen Gerinne in Richtung See.

Verlorene Gebäude des Hauptplatzes
Das Gebäude am Südende des Hauptplatzes war die Ehardt-Schmiede. Siehe nachfolgende Fotos. Bis in die 1960er Jahre wurde die Schmiede als solche genutzt. Das Gebäude wurde 1966 im Zuge der Neu- bzw. Umgestaltung des Hauptplatzes abgebrochen. An der Stelle dieses Gebäudes befindet sich heute der Springbrunnen und die vorgelagerte Grünfläche – siehe Station 49.

An der Nordseite befand sich die historische Brückenwaage. Am Foto ist diese an dem Holzhäuschen erkennbar. In unmittelbarer Nähe davon war der ursprüngliche Standort der Mariensäule – siehe Station 47

Von unten nach oben…
Die Stufen zwischen der unteren und oberen Hauptplatzebene wurden um die Jahrtausendwende verlegt.
Diese historischen Natursteinstufen waren ursprünglich beim Stufenaufgang zwischen dem „neuen“ und dem „alten“ Friedhof vor der Pfarrkirche verlegt. Nach der Erneuerung der Stufen am Friedhof wurden die alten Trittsteine hierher verlegt.

Welche Veranstaltungen finden am Hauptplatz statt?Aufgrund der zentralen und großen Freifläche im Ortszentrum wurde der Hauptplatz seit jeher für Freiluftveranstaltungen, wie die nachfolgenden Fotos zeigen, genutzt. 

Der nördliche Bereich des Hauptplatzes mit der damaligen Bepflanzung. Man beachte im Vordergrund den in der Grünfläche liegenden Hotterstein – siehe Station 18 sowie einen Mörser aus der Römerzeit. Der Mörser kann im Ortsmuseum Jois besichtigt werden.

Mit der Umgestaltung des Hauptplatzes in den 1970er Jahren wurden die Flächen vermehrt für Veranstaltungen genutzt.
Im Zuge der jährlichen Fronleichnamsprozession wird am Hauptplatz ein Altar aufgebaut. 

Ab 2017 wurde für die Joiser Kinder eine künstliche Eislauffläche für das ungefährliche “Schleifeisenfoahrn” – Schlittschuhlaufen im Winter, errichtet. Leider waren bisher die Eistage, aufgrund des Klimawandels, sehr beschaulich, an welchen das Eislaufen möglich war.

Alljährlich findet die Veranstaltung “Wein am Hauptplatz” der Joiser Winzer als Freiluftveranstaltung statt. Dabei werden abhängig von der Witterung und Temperatur Weinkostproben von den Joiser Winzern an die interessierten Besucher ausgeschenkt.

Weitere Freiluftveranstaltungen von diversen Vereinen sowie der Marktgemeinde Jois und dem Tourismusverein Jois sind:

Genussmeile – im Frühjahr
Klappsesselfest
Lampionfest

Nr. 50
Eigentümer
Marktgemeinde Jois

Rätselrally:

Welche Veranstaltungen finden am Hauptplatz statt?

Wurde am Hauptplatz eisgelaufen?

Feuerwehrhaus

Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr

Warum war ein Neubau erforderlich?
Im alten Feuerwehrhaus am Dorfplatz – siehe Station Nr. 15 – waren die Platzverhältnisse für die Mannschaft und auch die Gerätschaft sowie den Fuhrpark sehr beengt. Um einen zeitgemäßen Feuerwehrbetrieb zu ermöglichen wurde ein Neubau auf der Ried Spiegelhöhe vom Gemeinderat beschlossen. Der Neubau befindet sich an der Stelle des ehemaligen „Zigeunerlagers“ – siehe Station Nr. 40

Bauzeit April 2014 bis April 2015
Der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus und die Wohnanlage der OSG (Oberwarter Siedlungsgenossenschaft) fand am 19. April 2014 statt. Das neue Feuerwehrhaus konnte bereits am 20. April 2015 von der Freiwilligen Feuerwehr Jois in Betrieb genommen werden.

Eröffnung und Segnung des Gebäudes
Beim Typus einer so genannten „Maria Immaculata“ steht

Anlässlich der offiziellen Eröffnung wurde vom 22. bis 24. Mai 2015 ein dreitägiges Fest veranstaltet. Unter den zahlreichen Ehrengästen fanden sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Abordnungen der Nachbarwehren ein. Auch die Ortsbevölkerung nahm an den Feierlichkeiten zahlreich teil.

Am Sonntag, den 24. Mai 2015 fand im Rahmen eines Festaktes mit Feldmesse die Segnung des Gebäudes durch Ortspfarrer Dipl.Päd. Karl Opelka statt. Anschließend erfolgte die Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Leo Steinwandtner an den Feuerwehrkommandant OBI Günter Weber.

Mehr Infos und Fotos siehe
https://www.ff-jois.at/news/segnung-und-fest/

Historischer „Spritzenwagen“ und Ausrüstungsvitrine im Eingangsbereich
Im Eingangsbereich befindet sich der historische “Spritzenwagen” mit Handdruckpumpe: das erste Fahrzeug der FF Jois, welches unmittelbar nach ihrer Gründung im Jahre 1905 von der Gemeinde angeschafft wurde. Der „Spritzenwagen“ wurde von der Firma Sternberg & Kalman in Budapest hergestellt. Aufgrund des Herstellungsortes war es naheliegend, dass dieses Gerät vor der Auslieferung von der Budapester Feuerwehr ausprobiert wurde. Danach wurde der „Spritzenwagen“ von der Neusiedler Feuerwehr getestet. Der Kaufpreis betrug 1.818 Kronen und 19 Heller. 

Die Muttergottes von Jois steht ebenso auf dem Erdball, ihr Fuß auf dem Kopf der Schlange, anstelle des Sternenkranzes ist sie jedoch mit einer Krone gekrönt. Vor ihrer Brust hält sie das Jesuskind in ihren Armen, das seine Hände weit ausgestreckt hat. Die heutige Marienstatue von Jois verbindet in ihrer Haltung den Bildtypus einer „Trösterin der Betrübten“ oder so genannten „Consolatrix afflictorum“, d.h. einer gekrönten Muttergottes mit Kind mit einer auf der Erdkugel stehenden Maria Immaculata.

Für eine Ausfahrt mussten ehemals ein bis zwei Pferde eingespannt werden. Dafür wurde ein Bereitschaftsdienst eingerichtet – Bauern mussten abwechselnd ihre Pferde zu Hause bereitstellen und durften in dieser Zeit nicht aufs Feld ausfahren.

Funktionsweise:
In der Wagenmitte ist eine flüssigkeitsdichte Wanne mit einem Fassungsvermögen von 200 Liter und einer integrierten Doppelkolbenpumpe. Hier muss vorweg Wasser eingefüllt werden. Durch die Betätigung des Wiegehebels an beiden Enden von je zwei Mann kann die Doppelkolbenpumpe betrieben werden. Von vier kräftigen Männern kann eine Spritzenwurfweite des Wasserstrahls von ca. 35 m erreicht werden.

Nr. 39
Errichtet
19. April 2014 bis April 2015
Eigentümer
Marktgemeinde Jois